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the GAP 2019

5 Tage Gesprächs- und 5 Tage Gestalttherapie

Mind the GAP

„Mind the Gap“, das ist die Aufschrift an den Bahnsteigkanten der Londoner U-Bahn.

„Beachte die Lücke zwischen Zug und Bahnsteig “. Eine unangenehme Vorstellung, da hineinzurutschen, aber ein gutes Bild für „The Gap“. Der Spalt, in den man unerwarteter Weise hineingerät. Die Lücke, in der das Unvorhersagbare passiert.

Der Weg von der Londoner U-Bahn bis zur Überschrift für eine unserer Trainings-Gruppen ist gar nicht so weit. Hier ist die Geschichte:

Es begann mit der Heilpraktikerausbildung in Stuttgart, vor mehr als zwei Jahrzehnten. In den ersten Jahren konzentrierten wir uns auf die reine Wissensvermittlung. Wir wollten unsere Kursteilnehmer für die Überprüfung beim Amtsarzt fit machen. Wir lernten bald, dass niemand erfolgreich eine Heilpraxis führt allein aufgrund theoretischer, medizinischer Kenntnisse und einer bestandenen Prüfung. Dazu brauchte es mehr.

Wir bauten in der Folge den Sektor Fachausbildungen aus mit Akupunktur, Shiatsu, Homöopathie, TCM etc.. Dennoch fehlte unseren Absolventen immer noch etwas um ihre Arbeit therapeutisch wirksam zu machen. „Warum klappt es bei Dir? Was hast Du, was wir nicht haben?“ Da wurde mir klar, dass meine Art mit Klienten umzugehen auf die gesprächstherapeutische Ausbildung zurückging, die ich während meines Sozialpädagogikstudiums durchlaufen hatte. Das führte zu dem Entschluss, die Essenz des gesprächstherapeutischen Vorgehens an die zukünftigen Heilpraktiker weitergeben.

Es ging um die klientenzentrierte Therapie nach Carl Rogers. Eine Arbeit, bei der es nicht darauf ankommt, Menschen mit geschickten psychologischen Tricks dahin zu bringen, wo der Therapeut sie haben will oder sie sogar so raffiniert zu manipulieren, dass sie es gar nicht bemerken. Ganz im Gegenteil. Carl Rogers geht es darum, den Klienten in seiner Eigenart anzunehmen, ihm einfühlsam zuzuhören und dabei immer er selbst zu bleiben. Er spielt dem Klienten nichts vor, zieht sich nicht das glatte Mäntelchen der professionellen Perfektion an. Vielmehr zeigt er sich als Mensch, so authentisch wie möglich.

Wenn wir mit unseren Studentinnen und Studenten an diesem Punkt angelangt waren, stellte sich unvermeidlich die Frage: Wenn das auch für mich gelten soll, dann muss ich herausfinden, wer bin ich, wenn ich authentisch bin? Was ist meine Eigenart? Was ist echt?

An dieser Stelle kam Fritz Perls und seine Gestalttherapie ins Spiel. Perls war der Meister der Demaskierung. Er besaß die beängstigende und zugleich geniale Fähigkeit Menschen so präzise zu beobachten, dass er allein aufgrund kleiner körperlicher Regungen Konditionierungen aufzudecken vermochte. Verhaltensweisen, Abwehrmechanismen, Selbstquälerspielchen, wie er das nannte, wurden den Klienten oft in einer einzigen Sitzung bewusst. Mit diesen phantastischen Möglichkeiten wollte ich unsere Studenten ebenfalls in Kontakt bringen.

So entstand, angeregt durch die Arbeitsweise zweier großartiger Vorbilder, ein zehntägiger Kurs, der sich „Gesprächs- und Gestalttherapie in der Praxis nannte.“ Natürlich waren wir der Meinung, jeder zukünftige Heilpraktiker solle daran teilnehmen. Der Kurs war von Anfang an gut gebucht, doch nun zeigte sich etwas, womit wir nicht gerechnet hatten: Sehr bald kamen unsere Kursteilnehmer aus allen möglichen Lebensbereichen, nicht nur aus den Kreisen der Heilpraktikeranwärter. Es hatte sich herumgesprochen, dass in diesen zehn Tagen etwas Besonderes vermittelt wird. Etwas Grundlegendes, das nicht nur für Profis Bedeutung hat.

Die behutsame und einfühlsame Art, mit der Carl Rogers mit seinen Klienten umgeht, und die präzise, unerbittlich auf Echtheit zentrierte Art von Fritz Perls kreierte eine Atmosphäre in diesen Gruppen, wie ich sie zuvor nur im Ashram erlebt hatte. Es entstand ein Miteinander unter Fremden, entwickelte sich eine Verbundenheit, wie sie in dieser Dichte sonst kaum zu finden ist. Achtsamkeit kam auf und damit eine Stimmung, die man am besten mit dem Wort „meditativ“ beschreiben kann.

Immer wieder war es in der Gruppenarbeit zu Momenten gekommen, in denen der Tumult verebbt, die Hektik ausgelaufen, die emsige Tüchtigkeit, die jeder mitgebracht hatte, aufgebraucht war. In diesen Augenblicken der Stille konnte bei uns allen etwas Neues einziehen. Als könne auf einmal das Unerhörte gehört, das Unsagbare gesagt werden. Deshalb erschien mir der Titel „Gesprächs- und Gestalttherapie in der Praxis“ bald nicht mehr passend. Dieser alte Titel sah so aus, als vermittelten wir nur das reine Handwerkszeug. Das Handwerk zu lehren bildete zwar nach wie vor die Grundlage, aber der Gruppenprozess trug uns regelmäßig darüber hinaus. Während wir Schritt für Schritt einübten anders miteinander umzugehen, entfaltete sich immer wieder etwas, das wir als Lücke wahrnehmen lernten. Mag kitschig klingen, aber wir empfanden diese Lücke als „heiligen Augenblick“. Daraus entstand der neue Name für dieses Training: „The Gap“.

The Gap ist die Lücke zwischen zwei Atemzügen. Der Augenblick, in dem die unablässige Kette der Gedanken kurz abreißt. Ein Moment, in dem nicht gefühlt, nicht gedacht, nicht gehandelt wird, in dem einfach alles aufhört. So etwas wie Stillstand. Das tonlose Konzert der universellen Weite. Die Leere, die wunderbare Leere. Nur aus ihr wird etwas Neues möglich. Solange der Strom der Gedanken nicht abreißt, kann nur Altes, Bekanntes widergekäut werden. Nur wenn sich ein kleiner Spalt auftut im fest gefügten Gebäude meiner Meinungen, Ansichten und Überzeugungen, kann etwas Licht durch diesen Spalt in uns hineinfallen und den Dämmerzustand unserer eingefahrenen Strukturen vertreiben.

Die wenigsten wissen, dass Fritz Perls genau mit diesem Phänomen arbeitete. Er sagte: Wenn dein Klient die Leere erlebt, dann halte ihn dort fest, führe ihn tiefer hinein. Hinterher wird er verändert sein, ohne dass du sagen kannst, was in dieser Auszeit passiert ist.

Einem Klienten einfühlsam zuhören, sich auf seine Innenwelt einlassen, mit ihm ein Stück Selbsterkundung betreiben, kann sehr beglückend sein. Für Therapeut und Klient!

Eine letzte Größe fügte Rogers seiner Arbeit hinzu als er schon über 80 war: Die Präsenz. Er befand, dass sie neben Empathie, Akzeptanz und Authentizität unverzichtbar sei. Bei Präsenz, so erläuterte Rogers, ist immer göttliche Präsenz gemeint. Wenn sich Therapeut und Klient in dieser absichtslosen Begegnung auf einander einlassen, entsteht etwas Größeres. Etwas, das die beiden umfasst und sie in das universelle Bewusstsein eintauchen lässt.

Dann bleibt die Zeit für einen Augenblick stehen. Ein Augenblick durch den die Ewigkeit hereinschaut: „The Gap.“

Dr.rer.soc. Rajan Roth

rajan & Deva Prem

Dr.rer.soc. Rajan Roth, Jahrgang 1943, leitet gemeinsam mit Dipl. Ing. Deva Prem A. Kreidler-Roth, Jahrgang 1961 schon seit 1994 Ausbildungsgruppenan vielen Schulen und Instituten. Dabei zeichnet das Zusammenwirken von Therapie und Meditation den Unterricht aus und erfüllt Dozenten und Teilnehmer zugleich.

Dieses Ineinandergreifen von Meditation und Therapie wurde im Laufe der Jahre immer klarer und tiefer.

Die Ausbildungsleiter lebte20 Jahre auf Mallorca und seit 2017 wieder in Südeutschland.

Ort: Yogastudio FYTT, Borsteler Chaussee 102 in Hamburg

Termin: 28.06. – 07.07.2019

Zeiten : 10.00-18.00 Uhr

Preis: 1040.- €

Anmeldung bei Vijaya Krieger : kontakt@feinundfuehlig.de

https://www.gestalttherapie-esslingen.de

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  • sie ist kein Zufall!

Im belanglosen Small Talk, im Sachgespräch mit dem Kollegen oder im privaten Austausch unter Freunden sollen wir etwas entgegnen und geistreich sein. Es gibt einige Grundlagen für Gesprächskultur, die wir gemeinsam und mit Spaß erarbeiten, so dass sie im nächsten Gespräch schlagfertig die richtige Antwort parat haben!

Sa. 08.12.2018, 10.00 – 16.00 Uhr, 1 Termin

Anmeldung direkt bei der VHS oder telefonisch 1566-0

Kursnr. 182-31610

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– Workshop mit vielen praktischen Übungen

Viele Menschen würden sich gern entspannen, können es aber nicht. Entspannung ist wie Aufblühen, man kann es nicht erzwingen. Im Workshop werden Zentrierungs- und Erdungsübungen den Weg ebnen in ein entspanntes sich seiner Selbst-Bewusstsein. Schwerpunkt sind kleine Übungen, welche auch im Alltag angewendet werden können.

Do., 06.09.2018, 10:00 – 11:30 Uhr, 4 Termine

Anmeldung direkt bei der VHS oder telefonisch 1566-0

Kursnr. 182-31611

oder 

Sa., 20.10.2018, 10:00 – 16:00 Uhr, 1 Termin

Anmeldung direkt bei der VHS oder telefonisch 1566-0

Kursnr. 182-31612

 

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The GAP

Hamburg vom 1. – 10. Juni 2018

Mind the GAP

Mind the Gap“, das ist die Aufschrift an den Bahnsteigkanten der Londoner U-Bahn.

Beachte die Lücke zwischen Zug und Bahnsteig “. Eine unangenehme Vorstellung, da hineinzurutschen, aber ein gutes Bild für „The Gap“. Der Spalt, in den man unerwarteter Weise hineingerät. Die Lücke, in der das Unvorhersagbare passiert.

Der Weg von der Londoner U-Bahn bis zur Überschrift für eine unserer Trainings-Gruppen ist gar nicht so weit. Hier ist die Geschichte:

Es begann mit der Heilpraktikerausbildung in Stuttgart, vor mehr als zwei Jahrzehnten. In den ersten Jahren konzentrierten wir uns auf die reine Wissensvermittlung. Wir wollten unsere Kursteilnehmer für die Überprüfung beim Amtsarzt fit machen. Wir lernten bald, dass niemand erfolgreich eine Heilpraxis führt allein aufgrund theoretischer, medizinischer Kenntnisse und einer bestandenen Prüfung. Dazu brauchte es mehr. (mehr …)

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Präsent & Selbstbewusst im Hier und Jetzt

Viele Menschen würden sich gern entspannen, können es aber nicht. Entspannung ist wie Aufblühen, man kann es nicht erzwingen. Im Workshop werden Zentrierungs- und Erdungsübungen den Weg ebnen in ein entspanntes sich seiner Selbst-Bewusstsein.

Dieser Workshop findet statt im Rahmen des: „Gesundheitstag 2018 – ein Entspannungssonntag für Alle. Die Chance viele verschiedene Entspannungsmethoden kennenzulernen und sich etwas Gutes zu tun.“

Der alljährliche Gesundheitstag steht in diesem Jahr bei der Volkshochschule REGION Lüneburg ganz unter dem Motto Entspannung und Stressbewältigung. Mithilfe von vielen Akteuren in und um Lüneburg können Sie einen Tag lang, neben Infoständen und Vorträgen, auch selber unterschiedliche Schnupperkurse rund um das Thema Ruhe und Gelassenheit besuchen. Wir freuen uns auf Ihr Erscheinen und Mitmachen. Neben einer Kinderecke gehört auch ein Mittagssnack und ein Getränk dazu. Den genauen Ablauf und alle Akteuere können Sie auf der Homepage finden.
Kursort: VHS, Haagestraße 4, 21335 Lüneburg, Raum V1.21
Anmeldung: VHS Lüneburg
Zeit: 10 – 16 Uhr
Workshopzeit: 14.30 – 15.15 Uhr

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Spiel(t)raum

Einen Schatz aus dem Schloß stehlen, dafür den Schlüssel unter des Königs Bett hervorholen und den weiten Weg durch den Wald rennen bis zurück zur Räuberhöhle …

… So ähnlich könnte ein Szenario aussehen. Die Kinder probieren verschiedene Rollen aus und nehmen neue Perspektiven ein, der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt. Mit dem gesamten Sein erleben: Wie ist es mutig zu sein und sich etwas zuzutrauen? Wie ist es still zu sein und nicht sofort rauszuplatzen?

Spielerisch werden Fähigkeiten wie Ausdruck, Kreativität, Konzentration und Kommunikation gefördert. Die Kinder lernen mit ihren Gefühlen und Impulsen umzugehen und sich zu steuern. Gestärkt werden dabei Kompetenzen, wie Regeln einhalten, sich einbringen, sich zu artikulieren u.v.m.

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Lernen Sie uns kennen!

am Tag der Vorträge – 11. Oktober 2014.

12 Uhr: Ulrike Krieger: Einkehr zu inneren Mitte

16 Uhr: Sebastian Krieger: Die Kunst der Wahrnehmung.

ganzes Vortragsprogramm unter: http://www.lueneburg-forum.de

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